Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser!

von Lioba Heinzler, erschienen im RGA und der WZ 18.07.2009

Jeder Chef erwartet, dass seine Leute gute Arbeit leisten. Doch es gibt keine allgemein gültige Skala, die gute Arbeit misst. In jeder Firma gelten andere Prioritäten und Kriterien. Das nimmt den Chef in die Pflicht, seine Vorstellungen transparent zu machen, seine Ideen und die tatsächlichen Resultate der Mitarbeitenden müssen abgeglichen werden. Hierfür reicht einfaches Handwerkszeug: das miteinander Reden. Wer als Chef klar und zügig Rückmeldung gibt, was ihm gefällt und was nicht, wird bessere Ergebnisse von den Mitarbeitern bekommen. Dabei gilt: Loben ruhig vor anderen Mitarbeitern, Kritisieren nur im Vier-Augen-Gespräch. Ein Chef, der für gelungene Mitarbeit lobt, ist nicht nur beliebter, sondern kann davon ausgehen, dass bald alle Kollegen so arbeiten, wie er es erwartet. Kritische Rückmeldungen würden vor versammelter Mannschaft jedoch den Betroffenen bloßstellen und verletzen. Die Kontrolle der Arbeitsergebnisse würde als kleinlich und als persönlicher Angriff gewertet. Solche Situationen rächen sich immer.

 

© moewe, 2012