Kinder sind unsere Zukunft

Kolumne von Sabine Wengelski-Strock, erschienen im RGA und der WZ 10.10.2009

Erzieherinnen sind doch diejenigen, die den ganzen Tag mit Kindern spielen können. So lautet nach wie vor ein gängiges Vorurteil. Die neueste OECD- Studie zeigt: Deutschland investiert viel Geld für Kinder, aber möglicherweise an der verkehrten Stelle - nämlich zu wenig in öffentliche Betreuung und Bildung. Erzieherinnen in den Kindertageseinrichtungen haben eine anspruchsvolle Arbeit. Für sie stehen die Kinder mit ihren Bedürfnissen an erster Stelle. Zehn, 20 Kinder sind mit ihrer Unterschiedlichkeit im Blick zu behalten, hinzu kommen Wünsche und Fragen der Eltern. Der Förderbedarf der Kinder muss ermittelt werden, das Konzept der Einrichtung bedarf ständiger Weiterentwicklung. Fortbildung ist notwendig, um nicht den Anschluss an neue Ideen und Erkenntnisse zu verlieren. Alles wächst zu einem großen Bündel von Anforderungen. Da ist für jede Einrichtung wichtig, sich gut zu organisieren, die Arbeit zu reflektieren, das Wichtige von Unwichtigem zu trennen und auch für die eigene Entlastung zu sorgen. Für Eltern zeigen sich genau in diesen Punkten wichtige Qualitätskriterien: Ist all das in der Kindertageseinrichtung zu finden? Ebenso wichtig für die Entscheidung, wohin Eltern ihr Kind geben, ist die Frage: passen die Einrichtung und die Familie zueinander? Können Eltern das Konzept und dessen Umsetzung im Alltag der Kindertageseinrichtung erkennen? Ein  guter Austausch zwischen Eltern und Erzieherinnen ist deshalb auch das Beste für die Kinder.

 
 

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