von Sabine Wengelski-Strock, erschienen im RGA und der WZ 23.06.2009
Ziele formulieren, Arbeitspakete schnüren und einen Zeitrahmen setzen – so lassen sich chaotische Zustände in Klarheit verwandeln. Im Job und - noch wichtiger - auch im Alltag und zu Hause. Die Vokabel heißt Projektmanagement. Wenn die Steuererklärung noch dringend gemacht werden muss, unangenehme Aufgaben auf die lange Bank geschoben werden, die Planung für den runden Geburtstag oder die Renovierung der Wohnung anstehen oder einfach nur der Großeinkauf. Um die Aufgaben des Alltags zu strukturieren, helfen folgende Fragen: Was will ich erreichen? Bis wann? Wen und welche Hilfsmittel brauche ich dafür? Wer kann mich unterstützen? Wie kann ich die Stolpersteine aus dem Wege räumen? Wie hoch ist mein Budget?
Das Wichtigste dabei: Alles aufschreiben! Auch wenn es noch so banal scheint, auf Papier formulierte Ziele helfen als erster Schritt, Dinge zu sortieren und in die Hand zu nehmen. Meist ist zudem die Zeit zu eng bemessen. Da will man schnell was erledigen und das dauert dann doch wieder Stunden. Es ist wichtig, für alles genügend Zeit einzuplanen.
Und nicht vergessen: Niemand ist allein auf der Welt. Man kann andere Menschen fragen, ob sie behilflich sein können. Manchmal fehlt nur eine Idee oder jemand anderes erkennt sofort, an welcher Stelle der eigenen Planung noch ein Loch ist.
Ganz wichtig: Die Finanzen dabei nicht vergessen. Wer vorher sein Budget festsetzt und die Kosten bei der Planung im Auge behält, der kann zwischendurch auch flexibel reagieren oder sich anders entscheiden.
© moewe, 2012