Von Sabine Wengelski-Strock
Nachts allein im dunklen Wald – manche Menschen singen, um ihre Angst zu bewältigen. Die Angst vor der Dunkelheit ist ein Erbe aus der Menschheitsgeschichte. Angst gehört zum Menschen dazu, sie ist in vielen Fällen ein Warnsignal und hilft, gefahrenvolle Situationen angemessen zu meistern. Die Gefühle finden gern in Worten Ausdruck: „Da ist mir das Herz vor Angst in die Hose gerutscht, aber ich hab‘s geschafft“ oder „Das habe ich mit zitternden Knien hinter mich gebracht.“ Was aber ist, wenn Angst nicht mehr zum Handeln motiviert, sondern lähmt? Wenn die Angst so groß geworden ist, dass keine Handlungsidee mehr entstehen? Im Berufsleben gibt es viele Situationen, die zur Lähmung aus lauter Angst führen können: Es verschlägt einem die Sprache. Das ist vielleicht noch harmlos. Aber wenn sich Gedanken und Gefühle einstellen wie: „Wir können gar nichts mehr machen“, „Ich bin eingepresst in ein Korsett, das mir die Luft abschnürt“, „Es ist egal, was ich mache, es hat sowieso keinen Zweck“ - dann wird Angst zu Lähmung und ist weder produktiv noch gesund. Was kann helfen, wenn Situationen verfahren und ausweglos erscheinen? Im Moment stellen sich Situationen in Wirtschaft und Politik oft so dar - Wirtschaftskrise und kein Ende. Der erste Schritt aus der Lähmung ist, wie so oft, simpel: Mit anderen darüber sprechen und analysieren - „Was macht die größte Angst und wie kann ich ihr begegnen?“
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